Rajastan - Land der Koenige
Sandfarbene Festungen, maerchenhafte Palaeste, blaue und pinkfarbene Staedte, Frauen in leuchtenden Saris, Männer in bunten Turbanen, Kamele, weite Wüstenlandschaften...
01.12.2011 - 05.12.2011
Die Ankunft in Jaipur ist etwas muehsam, da ich meinen Transfer-Mensch nicht sofort finde. Es warten reihenweise Typen, die einem zu einem Hotel bringen wollen und dann Kommission absahnen. Man muss ganz schoen aufpassen, was man diesen Typen erzehlt, die drehen das dann schon so, dass es glaubwuerdig toent als waeren sie die Person auf die man warte - aber ich habe ja seit der Geschichte in Delhi gelernt und warte geduldig auf meinen Fahrer. Nach ein paar Telefonaten hin und her finden wir uns. Das warten hat sich gelohnt, ich werde mit einem super netten und sauberen Guest House belohnt...inklusive Dachterrasse.
Die Stadt wurde am 17. November 1727 von Maharaja Jai Singh II. als neue Hauptstadt des Fürstenstaates Jaipur gegründet und gehört damit zu Rajasthans jüngeren Städten. Jaipur wird Pink City (die „rosarote Stadt“) genannt. Die Bezeichnung bezieht sich auf die rosarote Farbe der Gebäude im Altstadtviertel. Das beruehmtste Wahrzeichen ist der Palast der Winde (Hawa Mahal). Diese auffällige Konstruktion diente den zahlreichen Damen des Hofes, die sich nicht unter das einfache Volk begeben durften, als Beobachtungsposten vor allem bei den beliebten Prozessionen. So sah, hörte und roch man alles von der Straße, konnte aber aufgrund der abdunkelnden Bauweise von außen nicht bemerkt werden. Ebenfalls spannend ist das Observatiorium " Jantar Mantar" des Hobbyastronomen Jai Singh II. Etwa 11 Kilometer von Jaipur entfernt liegt das Fort Amber. Es war Königspalast der Kachchwaha-Dynastie, bevor Jaipur zur Residenzstadt wurde. All diese spannenden sachen geniesse ich auf einer Stadtrundfahrt mit drei Spaniern und einer indischen Familie etwas zerquetscht von einem Jeep aus.
Nach zwei eindruecklichen Tagen in Jaipur reise ich per Nachtzug nach Jaisalmer, ein kleines Staedtchen in der Thar Wueste. Die Zugfahrt ist eigentlich ganz bequem (Decken, Leintuch und Kissen inkl.) wuerde die Dame nebendran nicht so laut schnarchen, wuerde der Herr schraeg ueber mir nicht staendig auf und ab klettern und wuerde die soeben noch schnarchende Dame am Morgen frueh um 5 Uhr ihr Plappermaul halten... Etwas muede kam ich in Jaisalmer an und werde wieder von einem Fahrer erwartet, der mich zum Guesthouse bringt ( das Guest House: Artist Hotel gehoert einem Oesterreicher und der Erloes kommt lokalen Musikern zugute, das Essen ist ausgezeichnet und ich huete mich vom Hausgemachten Apfelstrudel oder Kaiserschmarrn zu essen...schliesslich bin ich ja in Indien). Nach einem kurzen Rast geht es ab zu den Sandduenen nach Sam, wo ich auf dem Kamel den Sonnenuntergang geniesse. Raju, mein Kamel ist 9 Jahre alt und frisst morgens und abends 20 kg Heu und trinkt 45 Liter Wasser pro Tag. Das galoppieren auf so einem Dromedar (da es ja nur 1 Hoecker hat) ist sehr angenehm. Wenn sich das Tier aber hinlegt, damit man absteigen kann, muss man schon etwas aufpassen, dass man nicht Kopfueber in den Sand faellt...
Bevor ich nach Jodhpur Reise, gebe ich noch meine Waesche in die Hotel-Waescherei. Nachdem die saubere Waesche mit 12 Stunden Verspaetung bei mir eintrifft, fehlt mein teures Kaikalla Jaecklein....ich werde sauer die Suche ghet nur zaghaft voran. So spreche ich ein Machtwort mit dem Oesterreicher. Das hat offenbar imponiert, als ich drei Stunden spaeter das Gepack fuer die Weiterreise abhole, ist auch meine Jacke wieder da...jemand hat sie aus Versehen in den Schrank gesteckt...haha.
Nach einer fuenfstuendigen und etwas staubigen Zugfahrt komme ich in Jodhpur an. Gleich am naechsten Tag gehts auf Sightseeing. Auch da gibt es wieder so einei tolle Festung sogar mit Autio-Guide, der gar nicht mal so schlecht ist. Jodhpur ist auch bekannt durch seine blau gettuenchten Haeuser, die man von der Festung aus super sieht. Uebrigens residiere ich hier in der Honeymoon-Suite, da ich eigentlich schon vorreserviert habe und kein Zimmer der guensitgen Kategorie mehr frei ist. Nach zwei Naechten da drin, geht meine Reise auch schon zur zweitletzten Station in Indien: Nach Udaipur. Dieses Mal mit Privatfahrer...Die Fahrt ist recht krass, da wir eine ganze Weile auf einer stark von Lastwagen berfahrenen Strecke fahren. Die Ueberholmanoever sind halsbrecherisch und anschliessend die kleine Passtrasse nicht weniger gefaehrlich. Ich bin heilfroh, unversehrt in Udaipur gelandet zu sein. Hier genisse ich ein kleines Hotel mit extrem steilen Treppen und riesen Stufen, aber mit herrlichem Dachterrassen-Restaurant und Blick auf den See (Lake Pichola).
P.S.: Bilder folgen dann von zu Hause aus, die Computer sind einfach immer noch zu langsam um Bilder in vernuenftiger Geschwindigkeit hochzuladen.
Eingestellt von Sonja.S 05.12.2011 05:21 Archiviert in Indien Kommentare (0)



